Dienstag, 17. Dezember 2013

So werden Fernreisen zum Erlebnis: ADAC Postbus Busreisen

Wer an seinen nächsten Urlaub denkt, träumt in der Regel vom Ziel. Die Fahrt selbst steht bei der Urlaubsplanung nicht im Vordergrund. Doch wer bei der Planung auch an die Anreise denkt, kommt entspannter ans Ziel und hat letztendlich auch mehr von seinen kostbaren Urlaubstagen.

„Der Weg ist das Ziel“, heißt es so schön und wer nach diesem Motto verreisen möchte, sollte bei der Wahl seines Transportmittels nicht nur über Auto, oder Bahn nachdenken, sondern sich auch mit der Möglichkeit beschäftigen, seine Reise mit einem Fernbus zu organisieren.

Inzwischen haben sich mehrere Anbieter, darunter der ADAC gemeinsam mit der Deutschen Post mit einer eigenen Fernbus-Linie etabliert. Interessant sind die Busreisen weniger für denjenigen, der einen Strandurlaub plant, als für die Fahrgäste, die zu einer bundesdeutschen Großstadt unterwegs sind.

Doch für diese Reisende ist diese Alternative, mit dem Bus zu verreisen, brillant.  Die Idee ist so bestechend wie einfach: Die Fahrgäste buchen ihre Fahrstrecke und werden bequem mit dem Bus zur gewählten Stadt chauffiert. Das ADAC Fernbus-Streckennetz verbindet inzwischen flächendeckend viele Städte innerhalb Deutschlands miteinander. Bis zum Frühjahr 2014 sollen es 30 Städte sein, die von 60 Fernbussen angefahren werden. Die Preise sind unschlagbar günstig, so gibt es die Fahrt von Nürnberg nach Essen in Nordrhein-Westfalen schon für 25.- Euro.

ADAC Postbus Busreisen - So einfach ist die Buchung

Für die Buchung wähle ich „Buchen“, gebe Start und Ziel ein und klicke dann auf „Fahrt suchen“. 
 
Start und Ziel eingeben...
Dann werden mir zwei Fahrten angeboten, ich wähle die günstigere aus.

gewünschte Fahrt auswählen...


Danach klicke ich auf die Schaltfläche  „Zur Buchung“ und kann jetzt meinen eventuellen Gutschein einlösen. Hätte ich nämlich die Fahrt mit dem ADAC Postbus am 5. Dezember ausgewählt, könnte ich einen Gutscheincode aus dem Adventskalender mit einsetzen. Denn der Adventskalender ist eine derzeitige Aktion, mit der das Angebot für den Fernreisebus derzeit noch attraktiver wird. Mit einem entsprechenden Gutscheincode, der jeden Tag ein anderes Ziel begünstigt, kann der Fahrgast zusätzlich sparen.

möglichen Rabattcode eingeben...

Nach meiner Auswahl ergänze ich meinen Namen und gehe auf „Bezahlung“. Jetzt werde ich auf ein Formular geleitet, das weitere Informationen zur Person des Fahrgastes abfragt. Danach kann ich eine Zahlungsart auswählen und den Bestellvorgang abschließen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit per Telefon, oder auch direkt vor Ort bei einer Postfiliale, oder beim ADAC zu buchen. Sehr spät Entschlossene können sich das Ticket auch direkt beim Fahrer besorgen.

Die Bestellmöglichkeit ist selbst erklärend und sehr einfach.

ADAC Postbus Busreisen - Sicher ankommen

Wer den ADAC kennt, erwartet natürlich Sicherheit bei den Bussen. Das gewährleistet der ADAC  bei all seinen Fahrzeugen. Doch nicht nur die Sicherheit überzeugt, sondern auch ein garantierter Komfort-Sitzplatz. Das hört sich gut an, vor allem, wenn man lieber ein wenig mehr Abstand zum Sitznachbarn haben möchte. Dazu gibt es WLAN völlig umsonst. So hat man die Möglichkeit während der Fahrt zu arbeiten, ganz so wie es viele Fahrgäste vom Zug her schon kennen. Natürlich gibt es auch Snacks, die für das leibliche Wohl während der Busreise sorgen.

ADAC Postbus Busreisen - Eine gute Alternative zu anderen Verkehrsmitteln

Fernreisen mit dem Bus sind eine gute Alternative zur Bahn. Der Bus vermittelt sogar ein ähnliches Feeling wie beim Fliegen. Genauso wie im Flugzeug gibt es nämlich auch im Bus mit Hilfe von eigenen Apps, die im Media Center heruntergeladen werden können, den Genuss, während der Fahrt Filme anzuschauen, oder auch Hörbücher und Musik zu hören. Der ADAC-Fernbus verspricht Unterhaltung auf allen Ebenen.


Wer künftig eine Städtereise plant, oder auch derjenige, der einen beruflichen Termin wahrnehmen muss, sollte den ADAC-Fernbus in seine Reisplanung unbedingt mit einbeziehen. Mit dem Adventskalender, der derzeit auf der Homepage für tolle Überraschungen sorgt, können interessante  Rabatte eingelöst werden und im zusätzlichen Gewinnspiel kann ein iPad, oder ein Jahresticket gewonnen werden. 

Insgesamt meine ich, dass ADAC-Postbus Busreisen zu den besten Ideen zählt, seitdem die gelben Postkutschen erfunden wurden. Eines vermisse ich allerdings: Nämlich die Anbindung derjenigen, die auf dem flachen Land wohnen und dort häufig, mangels Bahnanschluss, noch nicht einmal die Möglichkeit haben, die Bahn als Alternative zum Auto zu wählen. Für diese Bevölkerungsgruppe wäre ein Fernreisebus sicherlich ein attraktives Transportmittel. Deshalb sollte der ADAC bei seinem weiteren Ausbau diese Gruppe mit ins Auge fassen und auf Sammelparkplätzen in Autobahnnähe eine Zustiegsmöglichkeit schaffen.

Wenn Sie jedoch in der Nähe der bereits angebundenen Städte wohnen, sollten Sie nicht zögern, sondern sich umgehend  über den  ADAC-Postbus  informieren, denn er bietet eine ernst zu nehmende Alternative zum Auto, oder auch zur Bahn.




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Dienstag, 12. November 2013

Frankens Weihnachtsmärkte mit allen Sinnen erleben

Wer innerhalb Deutschlands verreist, plant häufig eine sogenannte Städtereise. Als eine interessante Alternative dazu bietet sich an, Städtereisen mit dem Besuch unterschiedlicher Weihnachtsmärkte zu verbinden. Also eine Reise von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt….
Starten Sie doch mal in Franken und schauen Sie sich um. Schon Ende November eröffnet der Christkindlesmarkt in Nürnberg. Lassen Sie sich inspirieren und schnuppern Sie den Duft von Weihnacht!

Christkindlesmarkt in Nürnberg

Das dürfte wohl der berühmteste unter Frankens Weihnachtsmärkten sein. Allerdings nicht nur in Franken. Sogar in Chicago gibt es mittlerweile einen Abklatsch vom berühmtesten aller Weihnachtsmärkte. Doch was ist dran an diesem Markt? Nun ja, nur dort gibt’s halt das „echte“ Christkind. Jedes Jahr verwandelt sich ein junges Mädchen für die romantischsten Wochen des Jahres ins Christkind, selbstverständlich mit blonden langen Locken und einer goldenen Krone auf dem Haupt. Am Freitag vor dem 1. Advent spricht sie traditionell den Prolog von der Nürnberger Frauenkirche. Jedes Jahr lauscht ein begeistertes Publikum. Das Christkindl-Casting findet übrigens alle zwei Jahre statt. Dass es in Nürnberg Glühweinstände und natürlich die echten Nürnberger Lebkuchen gibt, ist eigentlich ganz selbstverständlich.

 



Weihnachtsmarkt in Forchheim

Weihnachtsmarkt in Forchheim: Vom Rathausplatz bis zur Kaiserpfalz gruppieren sich die Buden. Das Rathaus wird zum schönsten Adventskalender der Welt. Täglich um 18.30 Uhr öffnet dann der Forchheimer Engel ein Fenster und am Hl. Abend um 12.00Uhr. Hinter jedem Fenster verbergen sich wertvolle Preise. Mit etwas Glück kann der Besucher einen davon mit nach Hause nehmen. Die Innenstadt-Kirchen laden mit ihren Krippen zum besinnlichen Verweilen ein.

Historischer Weihnachtsmarkt in Erlangen

Historienmärkte sind sehr gefragt. Hier können Sie Ihre Mittelalter-Zeitreise in einen festlichen Markt unternehmen. Auf dem Neustädter Kirchenplatz erwarten Sie orientalische Spezereyen, Kerzenzieher, Silberschmied, Gewandmeisterinnen, Laternenbauer, Seifensieder, Steinmetze, Kräuterfrauen und Honigwarenhändler. Eine bunte Mischung an mittelalterlichem Handwerk. Jeden Samstagabend um 19:30 Uhr findet eine Feuershow statt. Sicherlich eine interessante Abwechslung  zu anderen Märkten.

Weihnachtsmarkt in Fürth

Auf der Fürther Freiheit findet dieser Weihnachtsmarkt statt. Hier können Sie ihre Geschenkideen sammeln, Christbaumschmuck aussuchen und bei einer Tasse Glühwein in Ruhe über den Markt bummeln. Ein Rahmenprogramm mit Chören und Musik trägt zu Ihrer Unterhaltung bei.

Weihnachtsmarkt in Bamberg

Auf dem Maxplatz werden Buden aufgebaut für den Weihnachtsmarkt, der in Bamberg eine lange Tradition hat und bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht. Auf rund 2000 Quadratmetern sind ca. 50 Buden verteilt und warten auf ihre adventlichen Besucher. Glühweinduft vermischt sich mit dem der fränkischen Bratwurst und das Auge erfreut sich an den kunsthandwerklichen Ständen. Außerdem erwartet Sie ein Krippenweg, der ca. 40 Stationen in Kirchen, Museen etc. umfasst.

Weihnachtsmarkt in Würzburg

Vor der historischen Kulisse mit der gotischen Marienkapelle und dem "Haus zum Falken" mit seiner prächtigen Rokoko-Fassade findet dieser Weihnachtsmarkt statt. Kein Wunder, dass er unter Kennern als einer der stimmungsvollsten in Deutschland gilt. Die Tradition dieses Marktes reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Über 100 Stände bieten alles an was der weihnachtlich gestimmte Besucher wünscht. Weitere Attraktionen finden sich im Künstler-Weihnachtsmarkt im historischen Innenhof des Rathauses, Eingang Domstraße. Hier bieten über 40 einheimische Künstler ihre Werke an.

Weihnachtsmarkt in Bayreuth
Dort bietet Bayreuth die längste Lichterkette Frankens. Weihnachtliche Leckereien und außergewöhnliche Geschenkideen locken den Besucher in knapp 50 weihnachtlich geschmückten Ständen.  Interessante Höhepunkte sind die Stollenprüfung und das Kommen des Nikolaus. Auch eine romantische Kutschfahrt ist möglich. 

Weihnachtsmarkt in Rothenburg

Der Rothenburger Weihnachtsmarkt wird auch Reiterlesmarkt genannt. In Rothenburg gibt’s Weihnachten das ganze Jahr, denn dort gibt es ein Geschäft, das zu jeder Jahreszeit Weihnachtsartikel anbietet. Trotzdem ist der Weihnachtsmarkt zur Adventszeit natürlich etwas Besonderes, zumal Rothenburg mit seinem mittelalterlichen Flair und einer komplett erhaltenen Stadtmauer lockt! Ein besinnlicher Markt in ursprünglich mittelalterlicher Umgebung!

Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim

Tägliche Stadtführungen und Auftritte von Posaunenchören aus der Umgebung gehören genauso zum Programm wie schmucke Weihnachtsartikel und Geschenkideen. Jeden Donnerstag gibt’s am Dreibock eine große Feuerzangenbowle.

Weihnachtsmarkt in Schweinfurt

 Auf dem Platz vor dem Rathaus stehen ca. 50 geschmückte Holzbuden, sowie ein großer, festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Bei den kostenlosen Führungen über den Weihnachtsmarkt ist auch ein Blick hinter die Kulissen möglich. Die Marktkaufleute führen vor, wie Glühwein, Maroni, Mandeln und andere Spezialitäten hergestellt werden. Samstags und sonntags gibt es die Möglichkeit nachmittags mit einer Postkutsche rund um den Weihnachtsmarkt zu fahren.

Weihnachtsmarkt in Kulmbach

Mitten in der historischen Altstadt findet dieser Markt statt. Eine kleine Eisenbahn fährt über den Markt und begeistert vor allem die Kinder. Am 6. Dezember ist der Nikolaus zusammen mit dem Christkind und seinem Engel auf dem Markt unterwegs, um artige Kinder zu belohnen. Immer wieder treten auf der Bühne des Weihnachtsmarktes Musiker und andere Künstler auf. In den Buden sind Adventsgestecke, handgefertigte Keramik und Porzellanwaren erhältlich. Kulmbacher Bratwürste dürfen dabei ebenso nicht fehlen wie Crêpes, Baguettes, Waffeln, heiße Maronen, Glühwein, Lebkuchen und andere Süßigkeiten.

Weihnachtsmarkt in Dinkelsbühl

Das Weihnachtslied "Ihr Kinderlein kommet" verdanken wir einem Bürger des mittelalterlichen Städtchens Dinkelsbühl: Christoph von Schmid. Der Weihnachtsmarkt gehört zu den beliebtesten entlang der Romantischen Straße. Im idyllischen Innenhof der historischen Spitalanlage stehen die Weihnachtsstände: Dinkelsbühler Keramik, Lammfellartikel, Holzspiele oder Gewürzkräuter. Fränkische Spezialitäten aller Art und duftender Glühwein dürfen natürlich auch nicht fehlen.


Weihnachtsmarkt in Bad Kissingen


Lichterketten und Leuchtdekorationen leuchten in Bad Kissingen  auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Auf dem Marktplatz verbreiten Holzöfen Wärme und gedämpftes Licht und sind Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Leckereien wie Glühwein und Lebkuchen, aber auch unterfränkische Spezialitäten werden angeboten. 

Rund um die rustikalen Holzöfen scharen sich die Gäste am Abend und lassen den Tag ausklingen. Im Kurgarten steht die beleuchtete, begehbare Krippe und wartet auf ihre Besucher.


Weihnachtsmarkt in Ansbach


Der Weihnachtsmarkt ist zwischen den Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus aufgebaut. In ca. 40 Holzbuden werden vorwiegend regionale Artikel verkauft: Neben Weihnachtsschmuck, Kerzen und allerhand kunsthandwerklichen Erzeugnissen können sich die Besucher mit warmen Strümpfen, Schals oder Handschuhen eindecken. Abends treten Ansbacher Musikgruppen und Chöre auf.

Montag, 28. Oktober 2013

Mein schlimmster Urlaub: Gedämpfte Stimmung in Italien

Schon mal einen richtig vermiesten Urlaub erlebt? Eigentlich möchte man das ja gerade nicht, nämlich, dass die schönsten Tage des Jahres zu den schlimmsten Tagen des Jahres werden. Trotzdem kann man das nicht völlig ausschließen. Dafür hat man dann beim Heimkommen was zu erzählen. Denn dass so etwas tatsächlich durchaus häufiger vorkommt, kann man bei der Blogparade lesen. 

Das ist mein Beitrag dazu:

Urlaub – das sind die Wochen, die man sich durch die Knechtschaft einer ganzen Jahresschufterei redlich verdient hat. Urlaub – das ist die Zeit auf die man hinhechelt, wenn der Chef mies drauf ist, Termine drücken und man auch noch den Kollegen vertreten muss. Kein Wunder, dass in den Ferien alles nach Plan laufen sollte.

Für mich ist Urlaub auch die Zeit, in der Stress abgebaut werden kann und den ich gerne mit meiner Familie genieße. Einmal – es ist schon Jahre her – war ich mit der gesamten Familie am Strand von Bibione in Italien. Schon damals reihten sich dort die braun gebrannten Körper ohne Abstand zum Nachbarn aneinander. Gleich am ersten Urlaubstag quetschten wir uns samt den drei Kindern mitten hinein.  Der Himmel war blau, der Strand feinsandig, die Touristen alle in aufgeschlossener Ferienstimmung. Eigentlich hätte gar nichts schief gehen dürfen. Mein Mann passte sogar freiwillig auf die Kinder auf, damit ich in aller Ruhe alleine im Meer plantschen konnte.

Es war ein herrlicher Wellengang und ich schwamm mit Begeisterung gegen die weiße Gischt an. Es machte mir auch nichts aus, dass mich die Wellen mitunter kurzzeitig überschwemmten und unter Wasser spülten. Doch plötzlich – hörte ich nichts mehr. Ich zog natürlich den richtigen Schluss: Wasser im Gehörgang, ein kurzes Plopp – Wasser draußen. Leider Fehlanzeige. Da war nichts mit „plopp“ und Wasser draußen. Ich testete kurz und stellte fest: Es war das rechte Ohr, im linken hörte ich normal. Trotzdem hatte ich keine Chance, wieder zu hören. Natürlich stürmte ich sofort an den Strand, informierte meinen Mann und lief zur Ferienwohnung um zur Selbsthilfe mittels Wattestäbchen zu greifen. Doch leider ohne Erfolg. Ich bohrte und bohrte… nichts. Ich begann zu schwitzen und zu rechnen: Noch zehn Tage Urlaub. Normalerweise versuchte ich diese Zeit so fest wie möglich zu halten, damit sie mir nicht vorschnell wie Sand durch die Hände rann. Doch diesmal konnte mir die Zeit nicht rasch genug vergehen.

Bibione, myself / pixelio.de


Meine Kinder machten sich schnell ein Spiel daraus, als sie merkten, dass die Mama auf dem einen Ohr taub war. Sie liefen um mich herum und brüllten mir ins „richtige“ Ohr.

Der Urlaub geriet von da an in Wellenbewegungen immer tiefer hinunter ins Stimmungstal. Der absolute Tiefpunkt wurde allerdings erreicht,  als mein Mann flüchtige Urlaubsbekanntschaften in unser Feriendomizil einlud. Die Unterhaltung rauschte völlig an mir vorbei. Denn mein Göttergatte hatte den neuen Bekannten sofort Plätze angeboten und sie dabei so drapiert,  dass mein „gesundes“ Ohr der falschen Seite zugewandt war. Für mich bestand die Unterhaltung daher aus einem babylonischen Sprachgewirr. Ich registrierte zwar, dass das sicherlich ganz nette Paar mich immer wieder erwartungsvoll ansah, aber ich weiß bis heute nicht warum. Verwirrt wandten sie sich schließlich von mir ab. Wahrscheinlich hielten sie mich für eine Italienerin, die kein Deutsch verstand, oder aber für taubstumm. Keine Ahnung. Mir egal. Hauptsache der Urlaub war endlich rum und ich durfte wieder zurück ins kalte Deutschland. 

Denn dort wohnte mein Arzt, der mich schließlich von meiner Ohrverstopfung heilte. Was lernen wir daraus? Am besten niemals verreisen, ohne ein kluges Wörterbuch extra für Arztbesuche mit einzustecken, oder alternativ dazu, einen Arzt mit in den Urlaub einladen.